2 GRUNDLAGEN DER HYDRANTULA- SERIENMONTAGE 1. STANDORT DES MONTAGEBETRIEBS. 1.1 Bei der Standortwahl sollten die in der Nähe eines großen Gewässers liegenden Grundstücke bevorzugt werden. Oder in unmittelbarer Nähe davon, wenn es möglich ist, die Sperrgüter bis zum Wasserrand zu befördern und diese ins Wasser zu bringen. 1.2 Wenn keine Möglichkeit besteht, die Werkhalle am Wasser zu platzieren, sollten die Grundstücke in der Nähe mehrstreifiger Autobahnen bevorzugt werden, die über einen bequemen Zugang für große Trawls (bis zu 20 Meter) verfügen. 1.3 Die Nähe zur Produktion von HDPE-Rohren wäre auch von erheblichem Vorteil.
3 1.4 Die Polyethylenmontage ist bei einer Temperatur von mindestens +10 °C möglich. Beim kalten Klima wird empfohlen, eine Aufwärmwerkhalle einzurichten. Oder Saisonarbeit. 2. MONTAGEPLATTE (ÜBERHANG). 2.1 Es wäre wünschenswert, die Montage auf einer vollkommen flachen, horizontalen Betonplatte (Stapel) mit den folgenden Größen durchzuführen: * die Plattenbreite beträgt 200–250 % von der Breite der maximal erforderlichen Konstruktion. * Die Plattenlänge darf weniger als 200 % von der Konstruktionslänge betragen (jedoch nicht weniger als 150 %), vorausgesetzt, dass neben der Betonplatte ein ausreichend flaches, immer freies Grundstück vorhanden ist, auf der ungefähr gleichen Höhe mit der Platte und mit der Mindestlänge von 100 % maximaler Konstruktionslänge (zum Platzieren langer Spieße während der Montage). Bei der Montage im kalten Klima beträgt die Länge einer Aufwärmwerkhalle 220 % von der maximalen Konstruktionslänge. 50 % der Fläche dürfen doch eine Deckenhöhe von 3-4 Metern haben und ohne Laufkatzenbedienung bleiben. 2.2 Beim Wind-, Regen- oder Heißklima wird empfohlen, die Montage nicht im Freien, sondern unter einem Überhang oder in einer kalten Werkhalle durchzuführen. Die Höhe des Überhangs beträgt 250 % von der maximalen Konstruktionsbreite bzw. -höhe (je nachdem, was größer ist). Der Überhang muss mit einer elektrischen Laufkatze auf einer festen Führung ausgestattet sein – in der Mitte des Überhangs. Die Laufkatze (Takel) muss eine Tragfähigkeit von 180–230 % vom maximalen Konstruktionsgewicht besitzen. (Empfohlene Tragfähigkeit: 8…10 Tonnen.) Ein zweites Takel könnte auch nützlich sein, auf einem fahrbaren Balken mit der Tragfähigkeit von 3–5 Tonnen. 2.3 Ausgehend vom Dargelegten beträgt die optimale Überhangsgröße 24 x 12 Meter für die meisten Fälle, mit einer Höhe bis zur obersten Höhe der Laufkatze von 10–12 Metern.
4 Im Falle einer offenen Montagestelle ist regelmäßiger Zugang zu einem Autokran oder einem LKW mit eingebautem Kran erforderlich. 2.4 Die Platte muss mit den frontbündigen Montageringen mit einer Tragfähigkeit von mindestens 4 Tonnen mit einem orthogonalen Schritt von 180 ... 250 cm ausgestattet sein. Zur Befestigung von Takeln und zur Fixierung von Hydrantula-Passrohren während der Montage. Der Stapel muss mit mindestens 4 Doppelsteckdosen 220 V 20–25 A und beim vorhandenen 380-V-Instrument – auch mit Drehstromsteckdosen ausgestattet sein. Sowie mit den Scheinwerfern für die Arbeiten in der dunklen Tageszeit. 2.5 Die Montagestelle oder der Überhang müssen mit mindestens 80 cm hohen, massiven Betonpfeilern mit mehreren Ringen (20 cm Schritt) ausgestattet sein, geeignet für horizontale Takelbefestigung. Alle Befestigungen müssen eine Tragfähigkeit von mindestens 5...6 Tonnen besitzen. Die Pfeiler müssen mit dem Schritt von 2 bis 3 Metern vom Rand einer langen und einer kurzen Platten- oder Überhangsseite installiert werden und dürfen die Auffahrt von Trawls und Kränen sowie den Abtransport der fertigen Konstruktion nicht behindern. Es ist empfohlen, die Konsolträger für eine wohlgeordnete Aufbewahrung von «Spießen» und langen Rohrsektionen von der äußeren Pfeilerseite einzurichten. 2.6 Zur Bequemlichkeit können Sie die Platte in Quadrate mit einem 1-Meter-Schritt markieren. 3. TECHNISCHE HAUPTOPERATIONEN: BÜRO: 3.1 Die Bodenmessung. 3.2 Die Projektierung einer individuellen Konstruktion in Form einer 3D-Baugruppe im STEP- oder GLB-Format. Oder die Auswahl einer Typenkonstruktion aus dem Katalog. 3.3 Die Erstellung eines Kostenvoranschlags (BIM), einer 3D-Visualisierung
5 und Farbabmusterung für den Auftraggeber, für die Versorger und Werkhallenmitarbeiter. 3.4 Die Erstellung von Zeichnungen und Zuschneiden von Rohren und Passrohren für die Werkhallenmitarbeiter. Beschäftigt: 1 Person LAGER: 3.5 Die Versorgung der Werkhalle mit den Rohren, Armaturen und Passrohren von den Lieferanten oder vom Eigenlager. 3.6 Das Markieren von Passrohren und Rohren mit dem weißen Leuchtstift. Beschäftigt: 1 Person WERKHALLE: 3.7 Die Montage von Armaturengerippen aus den Ringen und Armaturen. Beschäftigt: 2 Personen. Die Drahtgestrickgerippe aus der Kompositarmatur oder korrosionsbeständigen Armatur sind empfehlenswert.
6 Für die Fachwerkrohre, die oberhalb der Wasserlinie in den Süßgewässern platziert werden, ist die Verwendung von Stahlarmaturen (mit der Epoxid- oder Zinkbeschichtung) zulässig. Die Verwendung üblicher Stahlarmatur oder das Schweißen von Armaturenpaketen führt zur Verkürzung der Konstruktionsnutzungsdauer. 3.8 Die Passrohrvorbereitung (die Rohrkrümmer bohren) und das Stumpfschweißen von Tragsäulen. Sowie das Schweißen einer Einwegbetonleitung. Beschäftigt: 2 Personen. 3.9 Die Montage von Konstruktionsflächen auf die Spieße und aufs Stumpfschweißen. Beschäftigt: 2 Personen. Es wird auf dem Haupt- oder Kleinstapel durchgeführt. Es wird empfohlen, die Kleinstapel bei einer hohen Belastung des Hauptstapels einzurichten. Die Größen eines Kleinstapels betragen 200 % der Breite maximaler Konstruktion und 150 % der Höhe maximaler Konstruktion.
7 Es ist auch erforderlich, eine harte und saubere Oberfläche zu organisieren, die der Fläche des Kleinstapels zum «Flächenlagern» gleich ist. 3.10 Die Montage der 3D-Konstruktion auf die Spieße und das Beschweißen mit einem Extruder. Es wird auf dem Hauptstafel durchgeführt. Beschäftigt: 3 Personen. 3.11 Die Beförderung oder Abschleppung zum Auftraggeber. Beschäftigt: 1-2 Personen. 3.12 Bei der vollen Parallelisierung der Produktion (die Zahl der Mitarbeiter beträgt 11-12 Personen) beträgt die Leistungsfähigkeit der Werkhalle ungefähr 1 Konstruktion alle 3-4 Tage. Die Produktionsfrist für eine konkrete Konstruktion beträgt 9-12 Tage nach dem Eintreffen aller Werkstoffe bei der Werkhalle und der Genehmigung der 3D-Visualisierung. 3.13 Bei der Mindestzahl von 4 Personen. Die Leistungsfähigkeit: 1 Konstruktion alle 20 Tage. Die Produktionsfrist der Konstruktion beträgt 20 Tage. 4. LIEFERFORMAT VON HYDRANTULA: 4.1 HYDRANTULA liefert die Passrohre; die Farbsäulen und Farbdiagonals sowie die Kompositringe laut Auftrag (BIM) in wiederverwendbaren Big Bags 90x90x160 cm oder 100x100x150 cm. In den Mengen, die der Big Bag-Kapazität aliqout sind, durch die Transportunternehmen. 4.2 Die L-Stangen werden als Sperrgüter (Gerte) geliefert. 4.3 Die Spieße (alle Rohren über 220 cm) und die Kompositarmaturen in Gerten und Rollen werden nicht geliefert.
8 5. AUFLISTUNG DER ERFORDERLICHEN INSTRUMENTE UND AUSSTATTUNG FÜR EINE WERKHALLE: 5.1 Stumpfschweißer F315 oder größer 5.2 Kompakter Stumpfschweißer F160 5.3 Manueller Rohrschneider für den Bereich F90…F315 oder breiter 5.4 Zahnstangenhebebock Hi_Jack 1.2 m oder größer 5.5 Elektrische Stichsäge 5.6 Manueller Polyethylen-Extruder 5.7 Kleinturbine 5.8 Bohrer-Mischer 5.9 Drehschrauber 5.10 Schweißgerät * (nur für korrosionsbeständige Armatur) 5.11 Handtakel 5.12 Stropps im Sortiment 6. ARTEN DER KONSTRUKTIONSLIEFERUNG ZUM AUFTRAGGEBER: 6.1 Auf einem Trawl auf öffentlichen Straßen. 6.2 Auf einem Frachtkahn (Barge drop). 6.3 Die Abschleppung in einem halbversunkenen Zustand. 6.4 Das Halbfertigprodukt (die Flächen) auf einem LKW mit der Nachmontage am Ufer neben dem Installationsort 7. MONTAGEARTEN: 7.1 100 % Montage in der Werkhalle 7.2 Die Montage von 3D-Sektionen, die die Straßenabmessungen nicht überschreiten, mit der Nachmontage am Ufer neben dem Installationsort 7.3 Die Flächenmontage, mit der Nachmontage am Ufer neben dem Installationsort
9 BETONREZEPT FÜR DIE HYDRANTULA-KONSTRUKTIONEN Es hängt vom Typ Ihres Wasserobjekts (Süßwasser-, Salzwasserobjekt), von der Klimazone (zufrierendes oder nicht zufrierendes Wasserobjekt) und von rheologischen Forderungen an den Frischbeton ab. Dazu auch von der Rohstoffverfügbarkeit (Puzzolane, Schmelzzement) DAS ALLGEMEINGÜLTIGSTE REZEPT: Sulfatbeständiger Zement M500 – 495 kg/m³ Schotter 5/10 – 1100 kg/m³ Sand – 640 kg/m³ Microsilika – 18 kg/m³ Superverflüssiger – laut Forderungen der Gebrauchsanleitung Hydrophobierungsmittel – laut Forderungen der Gebrauchsanleitung Siliziumorganischer Klebstoff – zusätzlich Wasser – abhängig von rheologischen Forderungen Basaltfasern – 600g/m³ oder rostfreier Stahl – 15-20 kg/m³ (zusätzlich)
10 1. AQUATORIUM-UNTERSUCHUNG 1.1 Vorerst müssen Sie die Aquatorium-Grenzen untersuchen, in denen Sie den Meeresbau ausführen können. In der Regel werden diese Grenzen durch die Grundstücksgrenzen in erster Linie oder durch den Mietvertrag eines Wasserobjekts bestimmt. 1.2 Weiter müssen Sie die Mindestabstände von den Grenzen des Aquatorium-Grundstücks für verschiedene Typen hydrotechnischer Bauwerke näher bestimmen, um eine überbaubare Grundstücksfläche aufzubauen. 1.3 Innerhalb der Aquatorium-Grenzen müssen Sie die Tiefen messen, die Bodenneigung berechnen. 1.4 Sie müssen auch die Angaben zum Bodengrund einholen, um die ungefähre Tragfähigkeit des Bodens und seine Erosionsempfindlichkeit zu berechnen. Dazu auch die Größe der «zufälligen» Steine, die die Montage der Konstruktion verhindern können. 1.5 Die Wahrscheinlichkeit eines Eisgangs untersuchen, wenn das Gewässer im Winter friert. 2. Über den Typ des hydrotechnischen Objekts entscheiden, das Sie bauen wollen, sowie über seine Zusatzfunktionen und Rekreationsmöglichkeiten. 2.1 Einen lokalen Vertragsnehmer, Handyman finden oder eine Brigade für DIY aufsuchen. 2.2 Den HYDRANTULA-Dealer finden. 2.3 Nach den Beratungen durch den Dealer die Passrohrmodelle auswählen, die Sie zum Bau verwenden werden. 3. Den Auftrag direkt oder durch den Vertragsnehmer dem HYDRANTULA-Dealer abgeben sowie über die Lieferungen von Armaturen und Kunststoffrohren entscheiden.
11 WERKSTOFF FÜR HYDRANTULA. Die feststehende HYDRANTULA-Verschalung wird aus HDPE und MDPE – 2 Sorten eines lebensmittelechten Polyethylens hergestellt. Und obwohl die Kunststoffe auf den ersten Blick keinen Eindruck der ultra-umweltsicheren Werkstoffe machen, stellt das in diesem Fall die sicherste und die umweltfreundlichste Wahl dar. 1. Im Gegensatz zum Holz benötigt Hydrantula keine giftigen Imprägnierungen, um die Nutzungsdauer im Wasser zu verlängern. Ungeschütztes Holz verrottet im Süßwasser in 10-15 Jahren. Im Meerwasser wird es in 5-8 Jahren von Holzwürmern gefressen. Nur seltene und teure tropische Holzarten (Teak, Ipe) sind relativ widerstandsfähig. Deshalb wird das imprägnierte Holz immer häufiger verwendet, das die Schwermetalle, organische Toxine oder gefährliche Abfälle der Erdölsynthese enthält. 2. Im Gegensatz zum galvanisierten Stahl oder «marinen» Aluminiumlegierungen gibt HYDRANTULA keine Schwermetallionen (Zn, Mn, Cu, Cr) ins Wasser ab. Diese Ionen machen das Wasser unbrauchbar für den Trinkbedarf und verringern die Bioproduktivität vieler Organismen. 3. Die Hydrantula-Konstruktionen stellen keine bedeutende Quelle für Mikroplastik dar. Über 88 % des gesamten Mikroplastiks im Ozean entstehen beim Zerfall der Verpackungsfolie und der synthetischen Fasern (die Propylenseile, weggeworfene Fischernetze, synthetische Stoffe und Vliesstoffe wie Feuchttücher). Weitere 10 % entfallen auf die Kunststoffgetränkeflaschen und aufs Einweggeschirr. Im Allgemeinen erzeugen die Haushaltsabfälle, Kompositerzeugnisse und Fischernetze etwa 99 % des gesamten Mikroplastiks im Ozean. Massive Kunststofferzeugnisse zersetzen sich hundertmal langsamer und leisten keinen wesentlichen Beitrag zur Verschmutzung des Aquatoriums durch das Mikroplastik.
12 TAG X Die vollständig zusammengebaute Konstruktion be- findet sich also in der Nähe des Installationsortes. Sie kann sich entweder am Ufer oder im Wasser befin- den. Wenn sie mit einem niedrigen Trawl, einem Langfah- rzeug mit dem Manipulationskran befördert wurde oder wenn sie am Strand vollständig montiert wurde, muss sie nur noch ins Wasser gelassen werden: 1. Mit einem Kran ins Wasser setzen – sofort an ihren end- gültigen Standort. Dazu benötigt man einen leistungsstarken Kran mit langem Ausleger am Wasserrand (d. h., er muss bis auf den Strand oder Kai fahren). Dafür ist eine vorbereitete «letzte Meile» der Straße erforderlich. 2. Oder setzen Sie die Konstruktion ins Wasser, sodass sie sch- wimmt und nicht umkippt – in geringer Entfernung vom ge- wünschten Installationsort. Normalerweise überschreitet das gesamte Innenvolumen der Konstruktion ihr Gewicht um 4-5 Mal. Wenn die Struktur hermetisch ist, wird sie im Wasser sehr flach liegen (weniger als 25 % unter Wasser) und keine erfor- derliche Kippsicherheit haben. Es ist äußerst problematisch, ein hermetisches, schwimmendes Fachwerk mit dem Beton einzufüllen – es kippt sich höchstwahrscheinlich um. Deshalb werden die Fachwerke in der Regel mit vielen Löchern herge- stellt = sinkend. Die Hydrantula-Konstruktionen haben im gefüllten Zustand ein nahezu Null-Schwimmvermögen (ein wenig leichter oder etwas schwerer als Wasser). Das heißt, der natürliche Tiefgang einer solchen Konst- ruktion ist sicher größer als die projektmäßige Ein- bautiefe. Aufgrund des übermäßigen Tiefgangs kön- nen sie nicht zum Installationsort geschleppt werden. Überflutete Konstruktionen benötigen mehrere Pon- tons, um einen mäßigen Tiefgang (auf bewusst weni- ger als die Einbautiefe) aufrechtzuerhalten. 3. Hydrantula verfügt über ein spezielles F200-Pass- rohr zur präzisen Balkenmontage der Konstruktion von blauen Kunststofffässern mit einer Kapazität von
13 217 L als abnehmbare Pontons. Mehrere solcher Fässer sorgen, indem sie in der richtigen Höhe platziert werden, für den erforderlichen Tiefgang und die Kippsicherheit der gesamten Konstruktion. Die 217-Liter-Fäs- ser haben die Hälse, für die Ventile entwickelt wurden, die eine langsame «Luftableitung» und eine sanfte «Landung auf den Boden» der Konstruktion ermöglichen. Die Fässer, die ge- samte Luft abgelassen haben, besitzen mini- males Schwimmvermögen und können aus dem F200-Passrohrring leicht entfernt und am Ufer gelagert werden. 4. In ruhigen Aquatorien ist es möglich, ein fertiges Fachwerk mit über der Mitte (nach der Höhe) installierten 217-Liter-Fäs- sern über eine ziemlich lange Strecke hinter einem Motorboot oder Jet-Ski zu schleppen, wodurch die Genehmigung für die Sperrgutbeförderung auf öffentlichen Straßen vermieden werden kann. 5. Die Konstruktion kann auch auf dem Seeweg «oben auf» auf einem Frachtkahn kommen (darunter auch zusammen mit schweren Baugeräten). Oder sie kann, wie bereits im Punkt 4 erwähnt wurde, im halbüberfluteten Zustand geschleppt wer- den. 6. Das Entladen von einem Frachtkahn ist mit einem eingebauten Kran oder einem Bagger mit ausreichend großer Schau- felreichweite möglich. Oder mit einem Uferautokran oder durch das «Abwerfen» einer zum Ufer gebundenen Konstruktion, vom rückwärtsfahrenden Frachtkahn. 7. Vorsicht! Das Abwerfen vom Frachtkahn ist eine ziemlich gefährliche Operation, die mit dem Umkippen des Fachwerks, mit dessen Beschädigung oder mit der Verletzung des an der Operation beteilig- ten Personals enden kann. Wir empfehlen, die Rollheber oder Rollwagen zu verwen- den, um das Gleiten der Konstruktion auf dem Frachtkahndeck zu erleichtern. Es ist
14 zu berücksichtigen, dass diese Rollheber oder Rollwagen beschädigt oder verloren (ertrin- ken) werden können. 8. Bei allen Montageweisen, außer der genauen Montage am Ort mit einem Kran, empfiehlt es sich, die F200-Passrohre in die Konstruktion zunächst einzuschweißen, um eine Möglichkeit zu haben, die Konstruktion erneut umzustellen – im Falle des misslungenen ersten Installati- onsversuchs. 9. Nachdem die Konstruktion an ihrer endgül- tigen Position installiert wurde, wird dringend empfohlen, eine komplette Inspektion des Un- terwasserteils durch die Taucher mit Masken oder Diver durchzuführen – auf mechanische Beschädigun- gen, Deformationen, Rohrknicke. Sowie auf die Großsteine, die unter horizontale Balken oder «Beine» des Fachwerks geraten, oder Spannweiten, die ohne Unterstützung am Boden hängen bleiben. Man muss sicherstellen, dass es keine unzulässige Neigung oder Biegung (Durchbiegung) aller Fachwerkelemente gibt. Achten Sie auch auf lose Teile, zerplatzte Schweißnähte, he- runtergefallene Kompositstangen oder offene Schellen von Betonrohrleitungen. 10. Sie können die Betonierungsarbeiten nur angehen, wenn Sie von der technischen Dicht- heit der Schalung überzeugt sind (zu erwarten- des Volumen vom Frischbetonleck), und davon, dass die Schalung das Gewicht des Frischbe- tons ohne Zerstörung, Umkippen oder unzuläs- sige Deformation tragen kann. 11. Für die Systeme mit höhenverstellbaren Stützen sollten diese an die Bodenbesonder- heiten angepasst werden. 12. Wenn es unmöglich ist, die Betonierung so- fort durchzuführen, ist es wünschenswert, die Konstruktion mit den Ballaststoffen zu verstä- rken (mit dem Gesamtgewicht von 200-300 % des eigenen
15 Fachwerkgewichts in der Luft), um das Sturmschleppen über den Boden, das Um- kippen oder die Fortschwemmung durch die Wellen ins offene Meer zu vermeiden. 13. Der Abschnitt der Betonrohrleitung, der bei der Betonierung überflutet wird, wird im Voraus – am Ufer – montiert. 14. Die Hydrantula-Konstruktionen können mit den gusseisernen Standard-Betonrohr- leitungen, hochfesten Gummischläuchen so- wie Einweg-Betonrohrleitungen verwendet werden, basierend auf speziellen Hydran- tula-Passrohren D2, D3 und Kunststoff-HD- PE-Rohren oder Feuerwehrschläuchen F150 und auf dem J5-Passrohr. Es ist auch möglich, die Hybrid-Betonrohr- leitungen aus verschiedenartigen Sektionen zu ver- wenden. 15. Alle wichtigen Hydrantula-Passrohre (außer R3) sind mit einem Flansch ausgestattet, der mit Groove- lock 5,5 oder 4,5 kompatibel ist. Einige Passrohre verfügen auch über ein Camlock 75-Interface. 16. Bei der Errichtung von Konstruktionen an den Stel- len, wohin die Anlieferung des Mobilbetons unmöglich ist (der Weg zum nächsten Fertigbetonwerk beträgt über 90..120 Minuten) oder wenn die lokalen Fertigbe- tonwerke die erforderliche Betonqualität nicht sichern, wird der Beton vor Ort mit eigenen mo- bilen Mischern aus den im Voraus gelie- ferten Werkstoffen hergestellt. 17. Die Betonrezeptur hängt vom Sal- zgehalt des Gewässers, dem Klima, der erforderlichen Betriebsdauer der Kon- struktion, der Armierungsqualität von Schalungshohlräumen und den Eigen- schaften der Betonpumpe ab.
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